VERLEGEMUSTER

Chevron / Französisch Fischgrät

Französisches Fischgrät. Zeitlos elegant, dabei werden die Parkettstäbe beidseitig um 30° bis 60° abgeschrägt und aneinandergereiht. Eine Kopffuge verläuft durchgehend zwischen den sogenannten Zopfreihen. Diese Parkett Variante ist geeignet für größere Räume ab 20qm2.

Doppel Fischgrät

Fischgrät / Doppel Fischgrät. Diese Variation ist ein eher klassisches Muster, bei dem immer zwei Parkettstäbe im rechten Winkel gegeneinander versetzt werden. Die kleinste Einheit dieses Parkettbodens erinnert an ein „V“. Das Fischgrät-Muster ist eher für große Räume ab 20qm2 geeignet und wirkt dort sehr dekorativ. Es sorgt außerdem für interessante Lichtspiele.

Schiffsbodenverband

Schiffsbodenverband. Die Parkettstäbe werden bei dieser Variante immer in einzelnen Reihen verlegt. Von Reihe zu Reihe werden die Stäbe immer ein wenig versetzt. Wie weit, ist dabei beliebig. Die Erfahrung des Parkettlegers trägt wesentlich dazu bei, wie gefällig der fertige Parkettboden wirkt. „Wilder Verband“ wird diese Verlegeart genannt, da die Parkettelemente recht willkürlich verlegt werden.

Englischer Verband

Englischer Verband. Diese Variation ähnelt dem Schiffsboden Verband. Wie beim Schiffsboden werden die Stäbe hier in einzelnen Reihen verlegt, jedoch immer versetzt um die Hälfte des Parkettstabes. Der Englische Verband wirkt deutlich viel ruhiger als Schiffboden-Parkett.

Parallelverband

Parallelverband. Die Parkettstäbe werden in Reihen verlegt, die im Unterschied zum Schiffsboden und zum Englischen Verband nicht versetzt sind. Diese Parkettvariation wirkt sehr geometrisch und ordnend. Üblicherweise wird der Parallelverband für Industrieparkett verwendet.

Checkerboartd Parkettmuster

Würfelverband. Auch als Schachbrettmuster bekannt. Professionell wird diese Variante auch als "Tafelmuster" bezeichnet. Einzelne Stäbe werden zu Quadraten angeordnet, deren Ausrichtung sich bei jedem Quadrat nacheinander um 90° dreht. Je nach Breite und Länge der einzelnen Parkettstäbe, variiert die Anzahl der Stäbe, die zu den Quadraten geordnet wird. Der Würfelverband verleiht dem Raum Ruhe und Ordnung.

Chantilly Parkettmuster

Tafelparkett. Eine exorbitant hochwertige und exklusive Form von in Innenräumen verlegtem Parkett. Das Edelholzprodukt, welches sehr dekorativ und repräsentativ daherkommt, wird nach seinen Vorbildern in Versailles zuweilen als Französisches Parkett bezeichnet und kann sogar mit Einlegearbeiten, sog. Intarsien, versehen werden. Tafelparkett verfügt über eine sehr lange Lebensdauer. Dies bezeugen die kunstvollen Parkettböden in herrschaftlichen Villen und Schlössern eindrucksvoll.

Basket Weave Parkettmuster

Flechtverband. Die Parkettstäbe werden so verlegt, dass optisch ein Flechtmuster entsteht. Auch hier gibt es verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten, beispielsweise den Flecht-Boden mit Würfel, bei dem einzelne Stäbe in Längs- und Querrichtung um ein quadratisches Parkettstück herum verlegt werden.

Parkettsorten

Massivholzdielen sind die hochwertigste Variante eines Holzfußbodens. In der Verarbeitung werden nur ganze Holzstücke verwendet, weshalb diese sehr lange halten. Wer sich für diese Art des Parkettbodens interessiert, sollte allerdings einen besonderen Wert auf die Holzqualität sowie der Herkunft des Holzes legen. Im Laufe der Zeit könnten sonst Verfärbungen oder sogar strukturellen Veränderungen vorkommen. Im Unterschied zu vielen anderen Parkettsorten muss Massivparkett nach dem Verlegen zusätzlich geschliffen, lackiert oder geölt werden.

Hochkantlamellenparkett/Hirnholz ist die belastbarste Variante eines Holzfußbodens. Durch die hochkante Verlegung erreicht man eine relativ dicke Schicht. Der große Vorteil von Hochkantlamellenparkett ist, dass dieser besonders oft abgeschliffen werden kann. Die Verlegung ist unkompliziert und auf den meisten Untergründen möglich.

Stabparkett wird aus einzelnen Holzstäben zusammengesetzt. In die Seite wird jeweils eine Nut gefräst, die mit einer Holzleiste, der Feder, auf der anderen Seite zusammenpasst. Eine Verbindung wird so zwischen den einzelnen Elementen hergestellt. Stabparkett wird üblicherweise auf einem Holzuntergrund vernagelt, auf anderen Untergründen können die Elemente auch verklebt werden.

Tafelparkett ist die edelste Variante eines Holzfußbodens. Einzelne, häufig verschieden gemaserte Plättchen werden dabei von Hand zu quadratischen Tafeln verleimt. Verschiedene Muster wie Rauten und Sterne entstehen eindrucksvoll. Durch die Verwendung verschiedener Hölzer ist jede Tafel einzigartig. Die einzelnen Tafeln werden mit Nut und Feder verleimt.

Mehrschichtparkett besteht aus mehreren miteinander verleimten Schichten. Es wird verhindert, dass sich der Boden später ausdehnt oder zusammenzieht. Mehrschichtparkett kann deshalb auch verlegt werden, ohne fest verklebt sein zu müssen. Häufig besteht die oberste Schicht aus einem edlen Massivholz, so dass nach dem Verlegen zu teureren Parkettelementen optisch (fast) kein Unterschied feststellbar ist.

PFLEGE & SCHUTZ

Bei der Nassreinigung ist generell zu beachten, dass Holz sensibel auf Wasser reagieren kann. Es können Quellungen des Holzes entstehen, die unter ungünstigen Umständen das Parkett aufwerfen können.

Wir empfehlen deshalb für die Nassreinigung das sogenannte „nebelfeuchte Wischen“. Dabei wird der Wischmopp oder Wischlappen stark ausgewrungen.

Umso wichtiger ist es, die für den Boden passende Pflege auszuwählen. Gerade bei den Reinigungsmitteln für die Nassreinigung gibt es dabei große Unterschiede.

Wir haben noch kein Mittel gesehen, das gleichermaßen für geölte und lackierte Böden geeignet wäre. Wenn da auch einige Hersteller viel versprechen, sind doch die Ansprüche der Böden einfach zu unterschiedlich.

Für alle Bodentypen gilt aber: lieber keine Microfaser – Tücher verwenden! Microfaser ist zwar sehr reinigungsaktiv, fügt aber der Oberfläche feine Schnitte zu. Oberflächen nutzen sich schneller ab und / oder werden mittelfristig stumpf.

Wir empfehlen bei der Nassreinigung generell mit zwei Eimern zu arbeiten – ein Eimer mit der Reinigungslösung und ein Eimer mit klarem Wasser zum Nachwischen.

Pflege geölter Parkettböden

Geölte Parkettböden sind – wie jeder andere Boden auch – regelmäßig zu reinigen. Schmutz sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch die Oberfläche schädigen.

Zum Anfang sollte dieTrockenreinigung mit Besen, Staubtuch (ohne Microfaser!) und Staubsauger (mit Parkettdüse) erfolgen.

Bestimmte Verschmutzungen lassen sich trocken nicht entfernen. Dabei ist es auch in wenig genutzten Bereichen sinnvoll, den geölten Parkettboden regelmäßig feucht zu reinigen. Geben Sie dabei ein passendes, qualitativ hochwertiges Pflegemittel ins Wischwasser.

Diese Produkte sorgen nicht nur für eine milde Reinigung, ohne das Öl abzunutzen, sondern pflegen den Boden gleichzeitig, indem die Holzseife einen dünnen Schutzfilm auf das Parkett aufträgt.

Diese Pflegemittel sind geeignet für alle mit Hartöl, Hartwachsöl oder Wachs behandelten Holzböden (natürlich auch Holzmöbel).

Pflege versiegelter / lackierter Parkettböden

Für die Pflege und Reinigung lackierter Holzböden im Alltag gelten grundsätzlich die gleichen Regeln, wie für geölte Holzböden.

Reinigen Sie auch mit Lack versiegelte Böden regelmäßig trocken. Ob Sie dafür einen Besen, Mop oder Staubsauger verwenden, ist dabei nicht so wichtig. Auf jeden Fall sollten Sie auf Mikrofaser verzichten und beim Staubsaugen eine Parkettdüse verwenden, um Kratzer zu vermeiden.

Bei der Nassreinigung erzielen Sie ein optimales Ergebnis, wenn Sie einen angemessenen Reinigungszusatz im Wischwasser verwenden.

Die oben genannten Pflegemittel passen hier nicht, da Lack eine komplett andere Oberfläche bildet als ein Öl. Das Reinigungsmittel Ihrer Wahl sollte nicht zu aggressiv sein, da sonst der Lack beschädigt oder stumpf und glanzlos wird. 

Renovierungspflege

Die Renovierungspflege meint im Prinzip ein über die Alltagspflege hinausgehendes Aufarbeiten, Auffrischen oder Renovieren der Oberflächenbehandlung, ohne jedoch dabei zu schleifen.

Ziel ist hier entweder das Auffrischen ganz oder teilweise abgenutzter Flächen oder aber die Vorbeugung der Abnutzung.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, eine Renovierungspflege rechtzeitig durchzuführen. Ab einem bestimmten Grad der Schädigung der Oberfläche ist eine schöne Optik und ausreichende Schutzfunktion nur mit Hilfe eines Schliffes und dem Neuaufbau der Oberfläche wieder zu erreichen.

Eine Renovierungspflege ist in der Regel deutlich weniger aufwändig als zu schleifen und neu zu behandeln.